Lena Goeßling

Anfragen & Booking

Karriere

Lena Goeßling wuchs im ostwestfälischen Löhne auf, wo sie beim SV Löhne-Obernbeck auch mit dem Fußballspielen begann. Über den SV Sundern wechselte sie zum FC Gütersloh 2000. 2002 wurde sie deutsche Meisterin der B-Juniorinnen. Im darauffolgenden Jahr verpasste sie mit den B-Juniorinnen die Titelverteidigung im heimischen Heidewaldstadion, wo man Turbine Potsdam unterlag. 2003 wurde sie mit dem FCG Meisterin der Regionalliga West. In der folgenden Aufstiegsrunde wurde der Aufstieg zur Bundesliga jedoch verpasst. Ein Jahr später wurde sie mit der U-19-Nationalmannschaft Weltmeisterin.

Nach zwei Jahren mit dem FC Gütersloh in der 2. Bundesliga wechselte sie zum SC 07 Bad Neuenahr. 2006 nahm sie noch einmal an der U-20-Weltmeisterschaft teil. Diesmal war bereits nach dem Viertelfinale Endstation. Im Juni 2011 gab sie ihren Wechsel zum Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg bekannt. Im Wolfsburger Kader wurde sie zur Stammspielerin und bestritt die Spiele vor allem im defensiven Mittelfeld. In der Saison 2012/13 gewann sie mit dem VfL das Triple.

Seit 2017 gewann sie mit ihrem Verein VfL Wolfsburg jedes Jahr das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal.

Nationalmannschaft

Goeßling bei der EM 2013

Goeßling gehörte zum Kader der U-23-Nationalmannschaft, mit der sie 2007 den zweiten Platz beim Nordic Cup belegte. Am 28. Februar 2008 bestritt sie ihr erstes Länderspiel für die deutsche Fußballnationalmannschaft, als sie im Länderspiel gegen China eingewechselt wurde. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde sie jedoch nicht für den Kader der Nationalmannschaft berücksichtigt. Anfang 2011 holte Silvia Neid sie wieder zurück und sie stand damit im Mannschaftskader für die WM 2011. Dort kam sie in zwei Begegnungen zum Einsatz. Beim 4:2-Vorrundensieg über Frankreich bestritt Goeßling die vollen 90 Minuten, während sie im mit 0:1 verlorenen Viertelfinale gegen den späteren Weltmeister Japan in der 65. Minute für Linda Bresonik eingewechselt wurde. Nach der WM wurde sie Stammspielerin und in allen Länderspielen eingesetzt, u. a. beim Algarve-Cup 2012. Beim 3:0-Sieg im EM-Qualifikationsspiel in Bukarest gegen Rumänien erzielte sie mit dem Führungstreffer in der 21. Spielminute ihr erstes Länderspieltor für die A-Nationalmannschaft. Einen Monat später schoss sie im Spiel gegen Spanien erneut das Führungstor. Am 29. Juni 2013 bestritt sie gegen Japan ihr 50. Länderspiel. Am 28. Juli 2013 wurde sie durch einen 1:0-Sieg gegen Norwegen Europameisterin 2013.

Am 24. Mai 2015 wurde Goeßling von Bundestrainerin Silvia Neid in den endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft 2015 in Kanada berufen.[2]

2016 wurde Goeßling für das Olympische Fußballturnier der Frauen in Brasilien in den Kader der Nationalmannschaft aufgenommen.[3] Sie wurde in allen sechs Turnierspielen der Deutschen Mannschaft eingesetzt (davon fünf Einwechslungen) und gewann durch den 2:1-Sieg im Finale gegen Schweden die Goldmedaille.

Dafür wurde Goeßling am 1. November 2016 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[4]

Im November 2017 wurde Goeßling von der damaligen Bundestrainerin Steffi Jones als 97-fache Nationalspielerin zunächst aussortiert und für das Spiel gegen Frankreich am 24. November 2017 in Bielefeld nicht nominiert, wofür Jones in Kritik geriet.[5] Goeßling zeigte sich im NDR-Interview „enttäuscht und traurig“, bei einem wichtigen „Heimspiel“ (Goeßling ist in Bielefeld geboren) nicht dabei zu sein und kritisierte Jones[5]: „[I]ch finde es auch respektlos mir gegenüber, es mir teilweise so beizubringen, dass ich gar nicht die ganzen Gründe weiß, die im Hintergrund laufen. Ich glaube, nach 97 Länderspielen hat man das so nicht verdient“.[6] Goeßling äußerte daraufhin Rücktrittsgedanken.[5][6]

Nach einem klärenden Gespräch mit Jones wurde Goeßling in den Kader der deutschen Frauenfußballnationalmannschaft für den SheBelieves Cup 2018 berufen.[6] Dort kam sie bei der 0:3-Niederlage gegen Frankreich in Orlando am 7. März 2018 zu ihrem 100. Länderspiel, als sie erst in der letzten Spielminute eingewechselt wurde und zu keinem Ballkontakt kam.[7][8] Auch hierfür wurde Jones stark kritisiert, unter anderem von Bernd Schröder[7]; kurz darauf, nachdem die deutsche Mannschaft beim SheBelieves Cup nur den letzten Platz belegt hatte, wurde Jones am 13. März 2018 freigestellt und durch Horst Hrubesch ersetzt.[9]

Für die WM 2019 wurde Goeßling von der Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ins deutsche Team berufen. Sie kam nur in einem Spiel (1:0 gegen Spanien am 12. Juni 2019) in der Vorrunde zum Einsatz. Dies war gleichzeitig ihr letztes Spiel für die Nationalelf. Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale gegen Schweden erklärte sie aufgrund der mangelnden Berücksichtung ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft.[10] Bereits im Vorfeld hatte sie angedeutet, sich nach der WM aus der Nationalmannschaft zurückziehen und mit Ende ihres laufenden Vertrags in Wolfsburg im Sommer 2021 auch ihre Profikarriere beenden zu wollen.[11]

© 2019 by DeineMedien.com // Stammsitz Regensburg & Köln // info@deinemedien.com

  • Facebook
  • Youtube
  • Instagram